Kindergesundheitsbericht 2025: Rheinland-Pfalz bundesweit Schlusslicht bei psychotherapeutischer Versorgung
Der aktuelle Kindergesundheitsbericht 2025 zeigt eine deutliche Versorgungslücke in Rheinland-Pfalz bei der psychotherapeutischen Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. Im bundesweiten Vergleich liegt das Land auf dem letzten Platz. Viele betroffene junge Menschen warten monatelang auf dringend benötigte Therapieplätze – eine Situation, die vor dem Hintergrund steigender psychischer Belastungen besonders besorgniserregend ist.
Der Paritätische Rheinland-Pfalz | Saarland steht hierzu in engem Austausch mit seinen Mitgliedsorganisationen und bewertet die Ergebnisse als klaren Handlungsauftrag. Aus Sicht des Verbandes muss gewährleistet sein, dass alle Kinder und Jugendlichen, die psychotherapeutische Hilfe benötigen, zeitnah und zuverlässig Zugang zu entsprechenden Angeboten erhalten.
Zentrale Forderungen des Paritätischen RPS
Wir stehen hierzu im engen Austausch mit unseren Mitgliedsorganisationen.
- Ausbau der Kassensitze und verlässliche Finanzierungswege für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
- Stärkere Verzahnung von Jugendhilfe und Therapie, einschließlich einer verbindlichen Finanzierung von Kooperation und Netzwerkarbeit
- Anerkennung der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie als Inklusionsleistung, um Zuständigkeitsstreitigkeiten zwischen unterschiedlichen Systemen zu vermeiden
Der Paritätische RPS setzt sich gegenüber Politik und Fachöffentlichkeit nachdrücklich dafür ein, dass die Versorgungssituation junger Menschen nachhaltig verbessert wird. Kein Kind und kein Jugendlicher darf aufgrund struktureller Engpässe von notwendiger Unterstützung ausgeschlossen bleiben.
Den Kindergesundheitsbericht der Stiftung Kindergesundheit finden Sie hier.