75 Jahre Paritätischer Rheinland-Pfalz | Saarland: Ministerpräsidenten würdigen Engagement und Vielfalt
In der schönen Fruchthalle in Kaiserslautern feierte der Paritätische Rheinland-Pfalz/Saarland gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus Politik, Gesellschaft und den Mitgliedsorganisationen sein 75-jähriges Bestehen.
Zuvor fand dort die reguläre Mitgliederversammlung des Verbands statt.
Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl
Alle zwei Jahre kommen die Mitgliedsorganisationen des Paritätischen zusammen, um über aktuelle Entwicklungen zu beraten, Regularien zu beschließen und verdiente Persönlichkeiten zu ehren.
In diesem Jahr stand außerdem die Wahl des Vorstands im Mittelpunkt: Gaby Schäfer wurde mit großem Vertrauen erneut zur Vorsitzenden gewählt.
„Die Arbeit des Paritätischen wird in der neuen Amtsperiode herausfordernd und wichtig zugleich: Wir werden uns mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die soziale Infrastruktur nicht reduziert, sondern sinnvoll weiterentwickelt wird. Sie ist unverzichtbare Voraussetzung für soziale Teilhabe“, betonte Schäfer.
Ein besonderer Dank galt den beiden langjährigen stellvertretenden Landesgeschäftsführerinnen Regine Schuster und Sabine Schmitt, die verabschiedet wurden. Landesgeschäftsführer Michael Hamm würdigte ihre großen Verdienste ausdrücklich.
Außerdem nutzte er die Gelegenheit, die Bedeutung des Jubiläums hervorzuheben:
„Die Feier hat eindrucksvoll gezeigt, welche Vielfalt und Relevanz der Paritätische Rheinland-Pfalz/Saarland in den vergangenen 75 Jahren entwickelt hat. Unser Dank gilt unseren Mitgliedsorganisationen – ohne ihr Engagement wäre dieser Einsatz für soziale Gerechtigkeit nicht möglich. Deshalb haben wir dieses Jubiläum bewusst ihnen gewidmet. Und wir versprechen: Auch künftig werden wir mit voller Kraft für soziale Teilhabe und Chancengerechtigkeit eintreten.“
Festakt mit Gästen aus Politik und Gesellschaft
Der Nachmittag stand im Zeichen des Jubiläums. Neben den Mitgliedsorganisationen nahmen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft an der Jubiläumsfeier teil.
- Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, hob die zentrale Bedeutung einer starken Sozialgesellschaft hervor.
- Prof. Dr. Lars Brocker, Präsident des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz, beleuchtete in einem Impulsvortrag unter dem Titel „75 Jahre sozialer Rechtsstaat: Weiches Staatsstrukturprinzip oder robuster Verfassungsauftrag?“ die verfassungsrechtliche Bedeutung des Sozialstaatsprinzips.
- Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlandes und derzeitige Bundesratspräsidentin, würdigte die Arbeit des Verbands:
„Der Paritätische lebt seit 75 Jahren soziale Demokratie. Das ist ein guter Grund zu feiern und ein noch besserer, um Danke zu sagen.“ - Alexander Schweitzer, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, unterstrich:
„Seit 75 Jahren steht der Paritätische für gelebte Solidarität. Ohne die vielfältigen Dienste und Hilfen der Wohlfahrtsverbände wäre soziale Gerechtigkeit nicht denkbar. Dieses Jubiläum ist zugleich ein Zeichen für die Stärke unserer Demokratie.“
In einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion diskutierten Dr. Joachim Rock, Prof. Dr. Lars Brocker, Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Ministerpräsident Alexander Schweitzer über die Zukunft des sozialen Rechtsstaats, die Gefährdungen unserer Demokratie und die Frage, wie wir sie nachhaltig schützen können.
Dank, Anerkennung und neue Impulse
Im Anschluss klang der Abend in festlicher Atmosphäre bei Musik und kulinarischen Genüssen aus.
Der Tag war geprägt von inspirierenden Reden, bewegenden Danksagungen, besonderen Ehrungen und vielen emotionalen Momenten. Unser herzlicher Dank gilt allen Anwesenden, dem Vorstand, den geehrten Persönlichkeiten, unseren Kooperationspartnern – und vor allem unseren Mitgliedsorganisationen, ohne deren Engagement dieser Tag nicht möglich gewesen wäre.
Nicht zuletzt erinnern wir an all jene, die in den vergangenen 75 Jahren unermüdlich für diesen Meilenstein gearbeitet haben. Dieses Jubiläum war nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein kraftvoller Impuls, um gestärkt in die kommenden Herausforderungen zu gehen.
Das Jubiläum war damit nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Moment des Innehaltens: Der Verband nutzte den Festakt, um die aktuellen und künftigen Herausforderungen klar in den Blick zu nehmen und ein starkes Signal für soziale Gerechtigkeit und Zusammenhalt zu setzen.